Sex in Japan

Sex ist in Japan eine Sache, über die recht wenig gesprochen wird. Das beginnt schon im Sexualkunde-Unterricht in der Schule. Wer sich mit Japanern über dieses Thema unterhält (was schon mal nur sehr eingeschränkt möglich ist), der hört, dass es praktisch gar keinen Sexualkunde-Unterricht gibt, der diesen Namen verdient. Einfach deshalb, weil Lehrern und Schülern die Thematik gleichermaßen furchtbar peinlich ist. Auch im Erwachsenenalter gehen die meisten Japaner nicht gerade unverkrampft mit dem Thema Sex um. Es gibt verschiedene Statistiken, die das belegen. So sollen zum Beispiel nur 70 Prozent aller Japaner wissen, wie eine Schwangerschaft verhindert werden kann und nur 42 Prozent sich mit der Verhütung von Geschlechtskrankheiten und AIDS auskennen.

Eine Umfrage in einer japanischen Zeitschrift kam zu dem Ergebnis, dass 45 Prozent der unverheirateten Japanerinnen zwischen 25 und 30 Jahren noch niemals Sex hatten. Gleichzeitig gibt es aber sehr viele Bordelle in Japan und der Besuch eines solchen Etablissements ist für Japaner lange nicht so tabuisiert wie bei uns und gehört auch bei, Treffen mit Geschäftspartnern ganz selbstverständlich zum Programm. Auch sehr bizarre Sex-Praktiken sind bei japanischen Männern beliebt, wenn man den Sexfilmen japanischer Produktion Glauben schenkt. Alles das wird aber eher im sehr Verborgenen ausgelebt.